Weltmädchentag

11.10.2018: Siebter Weltmäedchentag in Brühl

 

Am Donnerstag, den 11. Oktober, ab 19 Uhr, beteiligen wir uns zum vierten Mal am weltweiten Weltmädchentag.

Diesmal werden wir gleich zwei Gebäude „pinkifizieren“. Zum einen wiederum das Rathaus in Brühl, aber von anderer Seite und zusätzlich, mit Unterstützung der Stadtwerke Brühl, den Brühler Wasserturm.

Am Rathaus werden wir bei trockenem Wetter wieder ein interessantes Bühnenprogramm anbieten.

Das Programm stellen wir an dieser Stelle in Kürze vor.

Aber, ein Highlight wollen wir schon verraten. Das Abschlusskonzert werden die „Rockgören“ aus Brühl spielen.

Wir hoffen auf warme Spätsommertage und freuen uns auf Ihren Besuch.


11.10.2016: Fünfter Weltmädchentag in Brühl

 

Wir präsentieren rund um den fünften Weltmädchentag ein zehntägiges Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm, welches Sie hier finden.

Weltmaedchentag 2016 Flyer


In diesem Jahr haben wir rund um den Welt-Mädchentag eine 10tägige Ausstellung gestaltet. Damit wollten wir umfangreich über das Leben von Mädchen in Entwicklungsländern berichten, die weltweite Arbeit von Plan International vorstellen sowie über unsere Aktionsgruppen-Arbeit vor Ort berichten. Außerdem konnten wir so das dreijährige Bestehen unserer Aktionsgruppe feiern. Die Finanzierung hatten wir im Voraus durch Flohmarkt-Einnahmen ermöglicht. So war der Eintritt für das gesamte Programm frei, selbst Getränke und kleine Knabbereien waren kostenlos. Ein Ziel der Veranstaltung war zudem in die Zukunft und den Nachwuchs der Aktionsgruppe zu investieren.

Austragungsort für die meisten Aktivitäten unserer Aktionsgruppe ist Brühl. Die umliegenden Orte Erftstadt, Wesseling sowie Bornheim sind aber ebenfalls mit einbezogen. Zu unseren Konzerten kommen außerdem regelmäßig Besucher*innen aus Köln, Bonn und der Eifel. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Durchführung von Kulturveranstaltungen: Konzerte, Lesungen, Kunst. So sind wir im Brühler Kulturleben mittlerweile eine geschätzte Größe und unsere Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Und mit viel Kultur wollten wir auch diesmal feiern, mit Malen, Vorlesen und Musik. Besonders wichtig war es uns, einen guten Kontakt zu den Gästen herzustellen. Zwar machten wir keine offensive Ansprache oder Werbung, jedoch war Plan überall präsent: auf Fotos, Plakaten, Presseartikeln oder in Form des ausgestellten Plan-Stands mit vielfältigen Materialien.

Am Freitag, den 7. Oktober, wurde die Ausstellung eröffnet. Doris Alberto begrüßte die Gäste und der Brühler Bürgermeister, Dieter Freytag, würdigte die Arbeit von Plan vor Ort eingehend, was wir natürlich freudig zur Kenntnis nahmen. Im Anschluss folgte ein peppiger musikalischer Beitrag mit Pop- und Rocksongs, alle Stücke geschrieben von jungen Musikerinnen. Zwischenzeitlich wurden Sekt, Orangensaft und Wasser gereicht. Dann lief das Projekt „Klangfarbe und Farbtöne“ an. Die Besucher*innen hatten nun die Gelegenheit sich an einer Komposition zu beteiligen. Ihre Aufgabe war es, mit einer Armbrust und Farbfeilen auf ein viertaktiges Notensystem zu schießen, um so die Grundlage für ein musikalisches Thema von „Because I am a Girl“ zu legen. Aus drei Farben für drei Melodieninstrumente und einer Rhythmusspur entwickelten Musiker ein viertaktiges Stück. Ein Klassiker, ein Jazzer und ein Laie waren an der Umsetzung beteiligt. Die daraus entstandenen Varianten warten nun auf ihren Einsatz bei der nächsten passenden Gelegenheit. Uns gefällt es, wenn Initiativen und Aktivitäten so weiter fortgeführt werden.

Der erste Abend war ein toller Auftakt. Die Gäste waren begeistert von unserer vielseitigen und lebendigen Präsentation. Von Samstag bis Samstag spielte sich nun ein ähnlicher Tagesablauf ab. Von Ausstellungsöffnung ab 10 Uhr bis etwa 20 Uhr wurde durchgehend Programm angeboten. Täglich boten wir von 10 bis 15 Uhr gemeinsames Malen auf Endlos-Papier an, geleitet wurde die Malaktion von dem Kunsterzieher Gregor Goeb. Unterstützt wurde er von mehreren Brühler Malerinnen und einem Maler. So entstand bis zum Ende der Ausstellung, mit einer Länge von 36 Metern, das längste Bild von Brühl, was am letzten Tag feierlich einer Mitarbeiterin der Stadt Brühl übergeben wurde. Dort hängt das Bild nun einige Wochen in den Fluren rund um das Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Brühl.

Ab 15 Uhr startete täglich unser Vorleseprogramm, welches hauptsächlich von Doris Alberto organisiert und durchgeführt wurde. Die Brühler Buchhandlung Brockmann beteiligte sich mit einer Märchenerzählerin und einem Büchertisch zum Thema. Am frühen Abend folgten Konzerte aus Klassik, Jazz, Popmusik, Blues sowie eine indische Tempeltanz Perfomance. Die Künstler*innen hielten das Niveau des Programms kontinuierlich hoch. Es war eine unglaublich aktive Woche. Viele Kinder (hier waren Ferien) bedauerten, dass sie nach Ende der Ausstellung nicht mehr zum Malen vorbeikommen konnten. Die Ausstellung war Werkstatt und Konzertsaal in einem. Natürlich wurde alles fotografisch festgehalten und am letzten Tag ließen wir die Ereignisse in einer achtminütigen Diashow noch einmal Revue passieren.
Parallel zur Ausstellung stand an mehreren Tagen zwischen Galerie und Rathaus das „Cultramobil“ und machte Videointerviews und Fotos mit Jugendlichen zum Thema: „Wer bin ich, was denke ich, was wünsche ich mir?“ Das Cultramobil gehört zum örtlichen Jugend- und Kulturzentrum. Am Dienstag, den 11. Oktober, haben wir neben dem Galeriebetrieb das Brühler Rathaus pinkfiziert und ein Veranstaltungsprogramm mit Musik und Tanz auf der Rathaustreppe gezeigt. Das Programm dauerte drei Stunden und es wurde ziemlich kalt, sodass die letzten beiden Musikgruppen ihren Auftritt in die Rathausgalerie verlegten. Trotz der Kälte war es ein gelungener Abend!

In den zehn Ausstellungstagen hatten wir ungefähr 600 Besucher und haben nebenher 1.000 € eingenommen. Es gab gezieltes Interesse am ausliegenden Material über die Arbeit von Plan. Drei Erzieherinnen arbeiten jetzt mit dem Arbeitsmaterial von „Ein Tag mit Aminata“. Verschiedene Künstler*innen haben eine informelle Gruppe gebildet und wollen nun Aktionen für Geflüchtete organisieren. Der Antrag bei der Stadt ist bereits gestellt.

Jeder Tag war phantastisch und wir haben reichlich Anerkennung und positive Rückmeldung bekommen. Auch die Presse dokumentierte unser Treiben: Fünf große Artikel mit Bild/ern in den lokalen Zeitungen, einmal mit ganzer Seite im Kölner Stadtanzeiger und ein Radiobeitrag. Der Bürgermeister freut sich bereits auf die Vorbereitung des nächsten Welt-Mädchentages. Dafür haben wir uns schon etwas Neues ausgedacht! Die Ausstellungsgestaltung war nur möglich durch das ehrenamtliche Engagement der vielen Beteiligten, dazu gehören 31 Musiker*innen, sechs Maler*innen, Vorleserinnen und Geschichtenerzählerinnen.


Die Begrüßung von Doris Alberto mit dem Brühler Bürgermeister Dieter Freytag


Entstehung eines „Because I am a Girl“-Theme im Projekt Klangfarben und Farbtöne


Klara Böhler und Band


Lea Maria Löffler mit Harfe


Südindischer Tempeltanz von Perana Punniyamoorthy…


…und ihren Schülerinnen


Der Auftritt vom a & A ProjekT


Gesang und Gitarrensolo von Ian Wiltshire


Hier mit Tochter Naomi Wiltshire


Barock gespielt von J. Marner und E. Plümacher


M.N. Kaiser und Band


Jeden Tag kamen Kinder zum Malen vorbei


Blues von John B. Finest


Irene Pietz erzählte Zahlengeschichten…


…und Doris Alberto Geschichten über Piraten


36 Meter Kunst…


…von großen und kleinen Künstler*innen


Zentimeter für Zentimeter handgemalt


So entstand in 10 Tagen das längste Bild von Brühl


Das Cultramobil vor dem Veranstaltungsort filmte…


… und fotografierte.


Welt-Mädchentag Show vor dem Brühler Rathaus


Perana Punniyamoorthy tanzt zum Welt-Mädchentag


Naomi Wiltshire vor pinkifiziertem Rathaus


 

11.10.2015: Vierter Weltmädchentag in Brühl

 

Weltmädchentag

 

Zur Einstimmung möchten wir dieses Bild mit den nachdenklichen und wichtigen Erläuterungen an den Anfang stellen. Bild und Text wurden uns von der Malerin Felicitas Redmer für unsere Seite zum „Weltmädchentag“ zur Verfügung gestellt.

Wir freuen uns und sind stolz. Dankeschön.

 

„Kreuz der Frauen“


Kreuz der Frauen

Zum Bild “Kreuz der Frauen“

Dieses Bild habe ich den tapferen Frauen gewidmet.

„Ein dreifaches Kreuz bestimmt das Bild. Den Hintergrund bestimmt das Andreaskreuz. In dessen oberem Winkel befindet sich eine gekreuzigte schwangere Frau. Das Andreaskreuz verbindet sich oft mit Opferdarstellungen (oftmals Feuertod). Auch in der heutigen Zeit werden Frauen noch immer auf vielfache Weise geopfert, z.B. in Indien, wo Frauen verbrannt werden, um ihren „Ehemännern“ die Möglichkeit zu eröffnen durch erneute Heirat erneut einen Gewinn zu erzielen. Die gekrümmte Gestalt einer Frau in der unteren linken Bildhälfte symbolisiert den Rücken (= das Kreuz)einer Frau, der (die) schon viel hat (er-) tragen müssen. In dem vorliegenden Bild sind die Frauen Träger der Gesellschaft, die Männer dagegen eilen ohne Rückgrat zu beiden Seiten des Bildes hinaus: Sie entziehen sich der Verantwortung.“

Fee Redmer, Brühl, Oktober 2015


Im vorigen Jahr haben wir uns in Brühl das erste Mal mit eigenen Initiativen und Aktionen am Weltmädchentag beteiligt. Wir haben das Rathaus „pinkifiziert“, es wurde musiziert und getanzt. Der Bürgermeister Dieter Freytag hat die Veranstaltung eröffnet.

Parallel dazu zeigte das Brühler Kino „Zoom“ Kurzfilme zu Mädchen. Im Verlauf des Tages gab es zwei Informationsstände zur Situation von Mädchen in Entwicklungsländern. Bilder dazu sind im vorhergehenden Beitrag anzusehen.

Für dieses Jahr hatten wir uns noch mehr vorgenommen, wir wollten die Westseite des „Brühler Schlosses“ in sattem Pink erstrahlen lassen.
Dazu eine Veranstaltung in der „Galerie am Schloss“ und im Anschluss Informationen und ein weiterer musikalischer Beitrag.

Leider haben wir trotz nachhaltiger Bemühungen keine Erlaubnis für das Beleuchten des Schlosses bekommen.

Durch die Schlossverwaltung wurde uns die Ablehnung „auf der Grundlage der Geschäftsordnung für die UNESCO-Welterbestätte Schlößer Augustusburg und Falkenlust“ mitgeteilt.

Wir bedauern dies sehr, insbesondere deshalb, weil landesweit andere Weltkulturerbestätten in schönstem Pink erstrahlen werden.

Offenbar braucht es einfach nur guten Willen.

Guten Willen hat die Brühler Fotografin Heike Wunderlich und sie stellt uns zum Weltmädchentag in diesem Jahr ihr phantastisches Foto

„Purple Clock“ zu Verfügung. Dankeschön!!


Purple Clock

Es ist vielleicht noch nicht „fünf vor Zwölf“, aber die Uhrzeit auf dem Foto von Heike Wunderlich macht eindringlich deutlich, daß es doch bereits ziemlich spät ist und es an der Zeit ist, sich weiter intensiv für Mädchen in Entwicklungsländern einzusetzen.

Die Einrichtung des 11. Oktobers als „International Day of the Girl Child“, Internationaler Weltmädchentag, durch die Vereinten Nationen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung, zu mehr Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse und Rechte der Mädchen.

Ein weltweiter Aktionstag macht auf internationaler Ebene auf Maädchen aufmerksam: auf ihre spezifischen Bedü̈rfnisse, auf die Probleme, die sie haben und darauf, dass Maädchen die gleichen Rechte und Chancen erhalten sollen wie Jungen.

Durch die weit verbreitete Praktik, weibliche Föten abzutreiben, weil die Familien einen Sohn bevorzugen, wird Mädchen ein wesentliches Grundrecht verweigert, nämlich das Recht auf Geburt. Mädchen werden seltener in ein Geburtenregister eingetragen als Jungen. Weil Familien häufig ihre Söhne bevorzugen, ist das Risiko, dass ein Mädchen an Mangel- oder Unterernährung leidet, höher als für einen Jungen. Weltweit gehen rund 62 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Mädchen besuchen seltener als Jungen eine weiterführende Schule. Mädchen erfahren mehr Gewalt und sexuelle Belästigung und können leichter Opfer von Menschenhandel oder zur Prostitution gezwungen zu werden. Und eben diese Mä̈dchen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit arm bleiben und diese Armut an ihre Kinder und spätere Generationen weiterreichen.

In Mädchen zu investieren, dafür zu sorgen, daß sie gesund aufwachsen und ihre Rechte wahrnehmen können, ist erfolgversprechender als jede andere Investition, die in einem Entwicklungsland getä̈tigt wird. Haben Mädchen die Chance, zur Schule zu gehen und eine Berufsausbildung zu machen, haben sie Zugang zu sauberem Wasser und können für ihre Gesundheit sorgen, dann wird dies nicht nur ihre eigene Lebenssituation, sondern auch die ihrer Familie und ihrer ganzen Gemeinde verbessern.

Studien haben gezeigt, dass Mädchen der Schlüssel zur nachhaltigen Reduzierung von Armut sind. Wenn wir sicherstellen, dass Mädchen von Geburt an die gleichen Chancen wie Jungen erhalten, dann helfen wir ihnen und ihren Familien, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und geben ihnen die Chance, selbstbewusste Frauen und Leitfiguren zu werden.

 

Wir hatten zwar nicht das Schloss, aber den Kurfürst


Kurfuerst
Entsprechend unserer ersten Planung haben wir zum Weltmädchentag zu einem wunderbaren Konzert eingeladen.

Hoch3 präsentierten „Süsses Gift“ (siehe auch im Archiv)

Hoch3

„Süsses Gift“ war der verheißungsvolle Titel ihres Programms, mit dem sie sich in der Galerie am Schloss vorstellten. Darin begegnete man besonderen Opernheldinnen: Hexen und Königen, Schönen und Hässlichen, Ehrbaren und Huren – eben einem „Bestiarium feminae“.

Kölner Stadtanzeiger, vom 13.10. 2015

Viele Besucher sind gekommen und waren begeistert. Es gab viel Szenen-Applaus und einen langen Schlussapplaus mit anschließender Zugabe.

Am Samstag, den 10. Oktober haben wir vor dem Rathaus einen vielfältigen und lebendigen Informationstand angeboten.


Kurfuerst
Wir freuen uns, dass es gelungen ist, eine so schöne Veranstaltung anzubieten und gleichsam auch viel Information weitergeben zu können.

Durch das Konzert konnten wir diesmal 300,00 € für die Kampagne „Because I am a Girl“ überweisen.

 


11.10.2014: Dritter Weltmädchentag in Brühl

Welt-Maedchentag_2014

Am 11. Oktober 2014 beteiligten wir uns erstmalig am Weltmädchentag an der deutschlandweiten „Pinkifizierung“ von „Plan“. Lesen Sie hierzu einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger

Ergänzend dazu weitere Impressionen:

Welt-Maedchentag Gospelchor Welt-Maedchentag Caffee Caico
Welt-Maedchentag Tanz Welt-Maedchentag Andreas

 

In Zusammenarbeit mit dem komunalen Kino „Zoom“, aus Brühl und der „Kunsthochschule für Medien“ Köln, haben wir am Weltmädchentag ein interessantes Kurzfilmprogramm gezeigt.

Kino Plakat 1 Kino Plakat 2

Unsere Veranstaltung zum Weltmädchentag hat uns viel Freude gemacht und war ein voller Erfolg. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, er waren viele Besucher vor Ort, und viele haben mit ihrem Engagement zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Wir konnten 300 € für das Projekt „Because I am a Girl“ überweisen.

Selbstverständlich möchten wir auch 2015 eine schöne Veranstaltung, am vierten Weltmächentag, in Brühl ausrichten.